Ernst-Ortlepp-Gesellschaft e.V. - Jahreshauptversammlung, Zeitz, 25. Juni 2005




Die Ernst-Ortlepp-Gesellschaft traf sich zu ihrer Mitgliederversammlung 2005 am 25. Juni im Schloß Moritzburg in Zeitz, und zwar im oben abgebildeten Torhaus am Schlosseingang. Zum Versammlungsleiter wurde Prof. Hermann Josef Schmidt (Dortmund) bestimmt. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft e.V., Herrn Roland Rittig (Zeitz) überbrachten weitere Grußworte Frau Otto, Leiterin des Museums Schloss Moritzburg, Herr Kmietzcyk, Oberbürgermeister der Stadt Zeitz, und Herr Bernhard, Bürgermeister von Schkölen. Herr Bernhard wies dabei darauf hin, dass der Schkölener Stadtrat in Kürze über die Mitgliedschaft der Stadt in der E.O.G. entscheiden wird.


R. Rittig


Dr. W. Weiße


K. Agthe


Prof. Dr. H.J. Schmidt

Dr. Walter Weiße (Freyburg/U.), Ehrenmitglied der E.O.G., übergab eine Mappe mit übermalten Kalenderblättern, die den Titel trägt "Ernst Ortlepp im Kontext übermalter Literaten", an die Ernst-Ortlepp-Bibliothek des Schlosses Moritzburg zu Zeitz. Roland Rittig konnte ferner darauf hinweisen, dass eine von Ernst Ortlepp herausgegebene Ausgabe der Werke Rabeners ebenfalls in die Ortlepp-Sammlung der Bibliothek eingeordnet werden konnte. OB Kmietzcyk bedankte sich im Namen der Stadt Zeitz für die Schenkungen.

Die Jahreshauptversammlung 2006 wird, einem Vorschlag von Roland Rittig folgend, in Schkölen stattfinden. Schkölens OB, Herr Bernhard, entgegnete darauf hin, dass die E.O.G. in seiner Stadt herzlich willkommen sei.
Vorstandsmitglied Kai Agthe (Naumburg) hielt sodann den Rechenschaftsbericht für den Zeitraum von Juni 2004 bis Mai 2005.

In der sich anschließenden Neuwahl des Vorstands wurden gewählt: Roland Rittig als 1. Vorsitzender, Dr. Rüdiger Ziemann als 2. Vorsitzender, Sigrid Altendorf als Schatzmeisterin, Kai Agthe als Pressesprecher und Schriftführer, Uwe Rohland, Günter Koschig (als Verbindungsglied nach Droyßig) sowie Herr Walther als kooptiertes Mitglied.

Nach diesem offiziellen Teil wandten sich die Mitglieder in verschiedenen Einzelthemen Ernst Ortlepp zu:
Ute Rudolph (Zeitz) sprach über die Geschichte der "Landarmen-, Kranken- und Korrektionsanstalt", die sich im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert im Schloss Moritzburg befand und zu deren Insassen zweimal auch Ernst Ortlepp zählte.
Prof. Thomas Höhle (Halle) stellte in einem Vortrag Ernst Ortlepps Schiller-Rezeption vor, die sich u.a. in einer Anthologie mit "Schillerliedern" bekundete, die Ortlepp 1839 in Stuttgart herausgab; darin enthalten sind auch eigene Gedichte Ortlepps auf Schiller.


U. Rudolph


Prof. Dr. Th. Höhle


Dr. R. Ziemann


G. Koschig

Dr. Rüdiger Ziemann (Langenroda) stellte zwei Bücher über Ortlepp vor: einmal die überarbeitete und um einen gewichtigen Anhang mit seinen späten Naumburger Gedichten ergänzte Publikation "Der alte Ortlepp war's wohl doch" von Hermann Josef Schmidt sowie die Studie "Tatsachen und Mutmaßungen über Ernst Ortlepp" von Manfred Neuhaus, in der der Autor über die Zensur in Sachsen im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts und deren Eingriffe in die Dichtungen Ortlepps berichtet - beide Bücher erschienen 2004.
Abschließend konnte Günter Koschig (Droyßig) noch die jüngste Ausgabe der "Droyßiger Heimathefte" (Nr. 24) vorstellen und (kostenlos) an die E.O.G.-Mitglieder verteilen; darin enthalten u.a. ein genealogischer Beitrag von Inge Buggenthin über "Ernst Ortlepp - Elternhaus und Jugend" - Beiträge über Ernst Ortlepp erschienen ferner in den "Droyßiger Heimatheften" Nr. 5, 13, 17 und 18.
Mit einer einstündigen Führung durch die seit Mai 2005 im Torhaus des Schlosses Moritzburg befindliche Stiftsbibliothek - die wegen der Fülle an seltenen Folianten und Wiegendrucken, Archivalien und Dokumenten zweifelsohne ein Kleinod ist - endete die diesjährige Jahreshauptversammlung.